Die ersten Instrumente
Noch unter dem Eindruck des Erlebten organisierte Jürgen die Beschaffung von Übungsflöten, und die Ausbildung durch Toni Auchter, der schon damals in der Piperszene einen sehr guten Ruf besaß. Ca. 15 Männer aus dem Umfeld des Fanfarenzugs wollten das Abenteuer wagen. Doch wöchentlich zwei Proben und über 50 Auftritte im Jahr und dann noch Dudelsack - das war nicht machbar. Die Übungsflöten verschwanden wieder im Schrank und sollten auch dort einige Jahre verweilen. Doch der Bagpipe-Virus schlummerte nur und wartete auf die Gelegenheit des Ausbruchs.
Das Schicksal
Frank, der bereits bei den 15 Männern der ersten Stunde dabei war, ging mehrere Jahre beruflich nach Schottland. Der Virus war in heimischen Gefilden, gewann enorm an Stärke und brach letztlich aus. Frank hatte diesem nichts mehr entgegenzusetzen und "leidet" bis heute an dieser "Krankheit" :-). Ein schottischer Arbeitskollege besorgte dem Häfler daraufhin einen Dudelsack und Frank begann die ersten Gehversuche auf dem widerspenstigen Instrument. Wieder in Deutschland angekommen, wandte er sich an die Piper der Highland Pipes and Drums of Waldsee, die ihm gerne in zahlreichen Übungsstunden die Flötentöne beibrachten. Ein Vierteljahr auf der Übungsflöte, Tonleiter rauf, Tonleiter runter, Doublings, Throws und vieles mehr, jeden Tag eine Stunde, manchmal auch zwei.

