Der Pipeband heute

Unser Wappen mit Graf Zeppelin und der Distel aus den Highlands.

Unsere Pipeband wurde im Frühjahr 2002 von anfänglich sechs Mitgliedern gegründet. Die Zahl der Mitglieder hat sich im Laufe der Zeit auf nun 28 erhöht. Unsere Auftritte bestreiten wir momentan mit zwölf ausgebildeten Pipern und vier ausgebildeten Drummern. Der Rest der Mannschaft befindet sich noch in Ausbildung.

An dieser Stelle möchten wir ganz besonders unser Mitglied Klaus Graf hervorheben, das uns in seiner Firma, der STF Friedrichshafen, großzügige Räumlichkeiten zum Proben, Tagen und Feiern zur Verfügung stellt. Dieser nicht zu unterschätzende Beitrag hat sicherlich großen Anteil an unserem Erfolg.

 

Wie alles begann

Erste gemeinsame Auftritte von Pipe Major und Pipe Sergeant

Wir machen einen Sprung in die Anfänge der 90er-Jahre. Bei einem Auftritt des Fanfarenzuges Graf Zeppelin, beim internationalen Folklorefestival in Dijon sollten die beiden Häfler (abgeleitet aus Friedrichshafen), Frank Klotzsche und Jürgen Graf, ihr Schlüsselerlebnis haben. Beim gemeinsamen Abschlussabend der Musikanten in einem mittelalterlichen Gewölbekeller gab der Fanfarenzug einige flotte Musikstücke zum Besten, die sichtlich die Stimmung anheizten. Auch eine Pipeband aus York ergriff ihre Instrumente und stimmte im Schein der Kerzen "Amazing Grace" an. Der Klang der Pipes und Drones in dem alten Gemäuer ließ diesen Moment zu einem unvergesslichen Erlebnis aller Beteiligten werden.

 

Die ersten Instrumente

Zeiten noch vor Count Zeppelin, ein Pipe Major ganz alleine

Noch unter dem Eindruck des Erlebten organisierte Jürgen die Beschaffung von Übungsflöten, und die Ausbildung durch Toni Auchter, der schon damals in der Piperszene einen sehr guten Ruf besaß. Ca. 15 Männer aus dem Umfeld des Fanfarenzugs wollten das Abenteuer wagen. Doch wöchentlich zwei Proben und über 50 Auftritte im Jahr und dann noch Dudelsack - das war nicht machbar. Die Übungsflöten verschwanden wieder im Schrank und sollten auch dort einige Jahre verweilen. Doch der Bagpipe-Virus schlummerte nur und wartete auf die Gelegenheit des Ausbruchs.

 

Der Freund

Hier sehen Sie die Uferpromenade von Friedrichshafen mit dem Zeppelin NT

Etwas weniger aktiv, aber nicht abgestorben, war der Bagpipe-Virus bei Jürgen. Als Mitglied des Seehasenfestausschusses organisierte er die Auftritte der Musikzüge beim Friedrichshafener Seehasenfest. In dieser Zeit gelang es Jürgen, die Pipebands The First Leiblach Valley Pipes and Drums sowie die Highland Pipes and Drums of Waldsee zu engagieren. Dies war für Jürgen wiederum die Motivation, es vielleicht doch noch einmal zu probieren. Auf Initiative von Frank und Jürgen nahm dann im Frühjahr 2002 die Gründung unserer Pipeband ihren Lauf.

 

Ausbildungsräume

Von innen auch nett!

stehen uns in kleiner, als auch in großer Ausführung zur Verfügung. In den kleineren Räumlichkeiten werden entweder einzelne Musiker oder kleinere Gruppen ausgebildet. Die größeren Säle dienen dem Marschtraining. Beide Locations bieten diese hervorragenden Eigenschaften, somit steht einer professionellen Ausbildung nichts im Wege.

 

Das Schicksal

weitere Auftritte folgen...

Frank, der bereits bei den 15 Männern der ersten Stunde dabei war, ging mehrere Jahre beruflich nach Schottland. Der Virus war in heimischen Gefilden, gewann enorm an Stärke und brach letztlich aus. Frank hatte diesem nichts mehr entgegenzusetzen und "leidet" bis heute an dieser "Krankheit" :-). Ein schottischer Arbeitskollege besorgte dem Häfler daraufhin einen Dudelsack und Frank begann die ersten Gehversuche auf dem widerspenstigen Instrument. Wieder in Deutschland angekommen, wandte er sich an die Piper der Highland Pipes and Drums of Waldsee, die ihm gerne in zahlreichen Übungsstunden die Flötentöne beibrachten. Ein Vierteljahr auf der Übungsflöte, Tonleiter rauf, Tonleiter runter, Doublings, Throws und vieles mehr, jeden Tag eine Stunde, manchmal auch zwei.

 

Der Weg und die Ziele

Graf Zeppelin                                                                                                                                               

Durch die Mitgliedschaften des Pipe Major und Pipe Sergeant im Fanfarenzug Graf Zeppelin hatten wir die Möglichkeit, deren Räumlichkeiten zu nutzen. Durch die gemeinsame Nutzung der Probenräume ergab sich schnell eine enge Freundschaft mit dem Fanfarenzug, aus der bis heute mancher gemeinsame Auftritt hervorgegangen ist. Im Jahre 2003 trennten wir uns von den Räumlichkeiten beim Fanfarenzug, um zum einen mehr Flexibilität bei den Proben zu erlangen und zum anderen, um unsere Selbstständigkeit nicht zu verlieren. An dieser Stelle möchten wir nochmals dem Fanfarenzug Graf Zeppelin für die freundschaftliche Aufnahme und Unterstützung danken.


Unser großes Ziel ist es, mit unserem Namen und Auftreten die Weltoffenheit, die mit dem Namen Zeppelin und unserer Heimatstadt Friedrichshafen seit Jahrzehnten verbunden wird, zu vertreten.

 

Unsere Identität

Unser Tartan "Fitzgerald Blue" mit den Farben der Familie Zeppelin

Wir standen nun vor der Frage, wie soll denn unser Verein heißen? Angespornt durch die tollen weltweiten Erfolge des Fanfarenzugs Graf Zeppelin wollten auch wir mit dem Namen des Grafen Erfolge feiern. Mit unserem Namensvorschlag traten wir an die Familie Zeppelin heran, erklärten ihr unser Vorhaben und tragen seitdem, mit ihrer Genehmigung, den klangvollen Namen: - Count Zeppelin Highland Pipes and Drums of Friedrichshafen - Bei der Auswahl unseres Tartans wollten wir unbedingt darauf achten, dass die Farben der Familie Zeppelin sich im Karomuster wiederfinden. Nach langer Vorselektion und letztlich demokratischer Abstimmung entschieden wir uns für den Tartan mit dem Schottenkaro - Fitzgerald Blue -

 

Die Ausbildung

Intensives Training mit Freunden aus Basel                                                                                                                                                                                           

Den Piper übernimmt federführend natürlich unser Pipe Major Frank Klotzsche. Aber auch unser Pipe Sergeant und andere etablierte Spieler unterstützen ihn mittlerweile bei dieser Aufgabe. Die Drummer bilden sich momentan gegenseitig aus bzw. erhalten Unterstützung von unseren Freunden, den First Leiblach Valley Pipes and Drums aus Österreich. Musikalische Vorkenntnisse sind nicht notwendig, aber sicherlich von Vorteil. Wir haben dennoch einige Piper, die völlig ohne musikalische Vorkenntnisse der Bagpipe "Herr" geworden sind. Jeder Neuling hat die Möglichkeit, nach einer Findungsphase zu entscheiden, ob er lieber die Bagpipe oder eine der Drums spielen möchte. Natürlich besteht auch die Möglichkeit
sich sofort auf eines der Instrumente festzulegen.

Besuchen Sie uns doch einfach einmal und erleben Sie die Faszination, die diese Musik verbreitet. Vielleicht werden auch Sie infiziert :-).

 

Außenansicht des Gemeindehaus in Berg bei Ailingen                                                                                                                                                                                                                                                                                                         

Unsere Proben finden derzeit im Gemeindehaus in Berg bei Ailingen statt. Wir treffen uns einmal in der Woche jeweils Montags von 19:00 bis 22:00 Uhr

Der Ablauf der Probe fängt mit dem gezielten Unterricht der Noten und Griffe auf dem Practice Chanter an. Hierfür ist ein Zeitraum von ca. einer Stunde vorgesehen. Die Drummer trainieren zeitgleich, jedoch getrennt von den Pipern, in eigenen Räumlichkeiten. Sie üben mittels Gummipad und ihren Sticks die jeweiligen Schlagübungen. Im Anschluss an das Training findet dann das Stimmen der Instrumente statt, so dass wir spätestens gegen 20:30 Uhr mit dem gemeinsamen Proben auf den Dudelsäcken und Drums starten. Die Noten, die wir spielen, sind weitestgehend denen der Scots Guard angelehnt. Diese sind sicherlich nicht immer die einfachsten, aber von Vorteil, wenn man mit anderen Pipebands gemeinsam spielt. Für die Auftritte ist es natürlich notwendig, dass alle Musikstücke auswendig gespielt werden können. Momentan hält sich unser Repertoire noch in Grenzen, aber jährlich kommen ca. sechs Tunes (Musikstücke) hinzu.

 
The Tunes
Amacing Grace
Auld Lang Syne
Going Home
Greensleeves
Highland Cathedral
It's a long way to Tipperary
Killaloe
La Boum
Little Drummerboy
Mull of Kintyre
My heart will go on
O Wally Wally
Oh when the Saints
Queen of my heart
The Flower of Scotland
The Rose of Kelvingrove
Young Eagle
The Settings
Cullen Bay | Farewell To Camraw | Itchy Fingers
Johnny Scobie | Wooden Heart
Ministrel Boy | Killikrankie
Scotland The Brave | Wings | The Rowan Tree
Terribus | Corriechoillie´s Welcome...
The Battle Of The Somme | Heights Of Dargai
The Cock Of The North | The Skye Boat Song
The Green Hills Of Tyrol | When The Battle`s Over | Land Of My Youth - Lochanside
The High Road To Gairloch | Marys Wedding | Barren Rocks of Aden - The Brown Haired Maidenrown